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Adieu Sonntagsblues

Sonntag. Morgen ist Montag. Eine neuer Tag im Job. Wie geht es dir mit dem Gedanken? Wie fühlst du dich? Ist da Freude? Oder macht sich eher Frust breit? Wenn der Gedanke dich eher in eine schlechte Stimmung lenkt, bist du damit nicht allein. Das Ergebnis einer Umfrage von Oracle und Workplace Intelligence zeigte im vergangenen Oktober, dass hierzulande das Jahr 2021 für 70% der Arbeitnehmer:innen das stressigste Jahr im Job war. Die Mehrheit wünscht sich Veränderung, daher ist es wohl eher Frust, der sich sonntags bei eben dieser Mehrheit auftun müsste. Hier kannst du mehr zur Umfrage lesen. Wenn ich zurückdenke, gab es in meinem Leben viele dieser eher grau eingefärbten Sonntage, sobald ich in Gedanken an den bevorstehenden Montag bzw. an die bevorstehende Woche war. Teilweise drückten die Gedanken schon morgens auf die Stimmung. Wie schnell landete ich im eher düsteren Gedankenkarussell gepaart mit negativen Gefühlen statt im Moment zu bleiben und aus dem Sonntag einen schönen Tag zu machen. Ich habe dann ein bisschen mit meinen Sonntagen experimentiert. Hab mich ganz viel oder gar nicht verabredet. Mich viel abgelenkt. Bewegung. Schönes Essen. Viel Musik. Aus den Erfahrungen habe ich etwas über mich gelernt. Mindestens, was mir an Sonntagen Spaß macht. Maximal im Moment zu leben. Zugegeben, das klappt nicht immer. Muss es auch nicht. Auch düstere Tage darf es in meinem Leben geben. Deren Anzahl habe ich jedoch entschieden reduziert. 

Warum wir besonders an Sonntagen durchhängen

Sicher kennst du das auch: du bist Woche für Woche im Job unterwegs, gehst deinen Aufgaben nach. Mal mehr, mal weniger selbstbestimmt. To Do-Listen bestimmen deine Arbeitswoche. Ab Donnerstag hebt sich die Stimmung, denn du blickst freudig auf das Wochenende, das vor dir liegt. Und irgendwie schleicht sich schon ein Gedanke an die kommende Woche ein, denn an deren To Do-Liste hast du schließlich bereits gearbeitet. Vielleicht steht hierauf auch schon eine Aufgabe, die du nicht so gern übernehmen willst, und am Freitag hast du sie nicht mehr geschafft. Das kann dich schon mal runterziehen. Dann endlich Wochenende. Samstag noch schnell den Wochenendeinkauf hinter dich bringen, durch die Wohnung fegen, ein paar Rechnungen bezahlen. Und vielleicht hast du sogar eine To Do-Liste fürs Wochenende. Fürs Leben. Mit ein paar To Dos, die auch noch in den Samstag passen. Und dann ist er da. Sonntag. Und nun? Endlich mal nichts tun. Und genau das bekommt dir nicht. Waren die vergangenen Tage geprägt von Ruhelosigkeit und der Gewohnheit vom „Machen, Machen, Machen“, kippt hier nun die Stimmung. Oft ist dieser plötzliche Wechsel vom Tun ins Nichtstun ein Grund dafür, dass wir schlechte Laune bekommen. Manchmal ist es auch andersherum: du arbeitest noch an Sonntagen an deinen To Dos. Seien es die der Arbeit oder die des Lebens. Weil einfach immer irgendetwas ist. 

Neue Gewohnheiten schaffen

Ich möchte dich einladen, auch mal ein wenig mit deinen Sonntagen zu experimentieren. Hier ein paar Tipps für ein bisschen Inspiration:

  • Sei planlos: Leg‘ deine To Do-Liste zur Seite, und nutze so den Sonntag für einen Planlos-Tag. Einfach mal nur das tun, worauf du spontan Lust hast. Dir fällt ganz sicher (schnell) was ein. Und dann mach’s einfach, bevor deine Gedanken dich davon abhalten. 
  • Sei gut zu dir: Ein bisschen Me-Time ist immer gut. Ob nun Badewanne, Spaziergang, Duftlampe, Buch oder eine Folge deiner Lieblingsserie, tu etwas, was dir gut tut und im Alltag hin und wieder zu kurz kommt. Und genieße ganz bewusst mit allen Sinnen.
  • Sei aktiv: Du hast keine Zeit fürs Fitnessstudio unter der Woche? Komm‘ sonntags in Bewegung. Ob Laufen, Schwimmen, Radeln oder Tanzen; Bewegung stoppt die Gedanken an das Morgen und hält dich fit. Und das gute Gefühl im Anschluss ist unbezahlbar. 
  • Sei nicht erreichbar: Wie wäre es mit einem Digital Detox-Tag? Der Sonntag ist bestens dafür geeignet, das Smartphone, die Social Media-Kanäle mal außer Acht zu lassen. 
  • Sei offen für Neues: Probiere etwas aus, was du schon immer mal tun wolltest. Neue Rezepte ausprobieren? Eine neue Sportart? Eine neue Sprache? Neue Leute? Mach’s und vielleicht ergibt sich hieraus sogar eine neue Gewohnheit für deinen Sonntag. 

Und wenn das alles nichts hilft, schau‘ genauer an. Warum bist du immer wieder sonntags im Stimmungstief? Fehlt ein:e Partner:in? Läuft es im Job gerade nicht so gut? Brauchst neue Aufgaben? Oder weniger davon? Geh‘ der Sache auf den Grund. So oder so, der Sonntagsblues muss nicht zur Gewohnheit werden. Er kann sogar ein richtiger Spielverderber sein. Doch die gute Nachricht ist, du kannst etwas dagegen tun. Erzähl‘ mir gern von deinen Sonntagen. Und nicht zuletzt: Happy Sunday!

Photo by Julian Bock on Unsplash

 

 

 

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