Persönlichkeit

Was es bedeutet, wenn du Verantwortung übernimmst

Ich möchte es gleich mal vorwegnehmen: Viel zu oft legen wir unser Leben in die Hände anderer Menschen. Viel zu oft überlassen wir anderen Menschen die Macht über unser Leben. Viel zu oft geben wir den Umständen die Schuld daran, dass es uns mies geht. Ein paar Beispiele? Das Wetter, das dir Regen statt Sonne schenkt, sodass du den Spaziergang draußen nun verschieben musst. Der Kollege, dessen Aufgabe du kurz vor Feierabend übernommen hast, was dich bis in die Nacht beschäftigt. Der Chef deines Mannes, der spontan noch ein Meeting ansetzt, weil irgendwo die Luft brennt und ihr nun den gemeinsamen Abend im Kino ausfallen lassen müsst. Oder der Busfahrer letztens, der dich nicht hat rennen sehen, um noch rechtzeitig in seinen Bus einzusteigen und einfach ohne dich losfuhr. Ehrlich, hast du gemeckert? Gezetert? Das Gesicht zur Faust geballt? Erinnerst du dich? Natürlich…

  • …hat die andere Person oder haben die Umstände Schuld an deiner Misere,
  • …machst du deine Mitmenschen oder Situationen dafür verantwortlich, dass es dir gerade nicht gut geht,
  • …glaubst du, dass du selbst nichts, wirklich gar nichts ändern kannst und 
  • …gibst du ganz automatisch die Macht den anderen um dich herum.

Alles fängt bei dir an

Auch wenn du es vielleicht nicht hören willst, all das sind Ausreden. Ausreden, mit denen du dich zum Opfer erklärst. Opfer zu sein, ist ja auch bequem. Bequemer zumindest, als (neue) Entscheidungen zu treffen. In der Opferhaltung jedoch gibst du die Verantwortung ab (z.B. mit dem Gedanken „Wenn mein Chef mich endlich befördern, wäre ich glücklicher im Job.“) oder übernimmst immer wieder zu viel davon für andere (z.B. „Wenn meine Mann beruflich nicht so eingespannt wäre, hätte er viel mehr Zeit für mich und die Familie.“). 

Mach‘ dir klar: du bestimmst allein über dein Schicksal! Spazieren im Regen klappt mit der richtigen Kleidung. Dem Kollegen sagst du freundlich und bestimmt Nein. Ins Kino gehst du mit deiner Freundin, mit der du schon lange nichts mehr unternommen hast. Du nimmst den nächsten Bus und kaufst dir vorher noch einen Strauß Blumen gegenüber von der Bushaltestelle. Von der Rolle des Opfers in die Gestalterrolle. Du übernimmst Verantwortung, wenn du die aktuelle Situation so akzeptierst, wie sie ist und versuchst, das Beste daraus zu machen. Schau mal, was sich auch an Chancen auftut, wenn du dir die Freiheit zugestehst, über dein Handeln zu den größeren Entscheidungen in deinem Leben selbst zu bestimmen:

Du kannst…Du riskierst…Du gewinnst…
…deinen Job kündigen, der dich nicht erfüllt.…kein regelmäßiges, festes Einkommen.…einen neuen Job, der dich erfüllt.
…deine Beziehung beenden, die dich unglücklich macht.…eine Zeitlang partnerlos durchs Leben zu gehen.…jemanden, der oder die besser zu dir passt.
…Freundschaften beenden, die dich belasten oder ausbremsen.…Einsamkeit durch weniger oder keine Freunde. …neue Menschen an deiner Seite, die dich unterstützen.

Raus aus der Opferhaltung

Wie wäre es, dich selbst zur wichtigsten Person in deinem Leben zu machen? Wie wäre es, nicht länger zu warten und zu hoffen, dass alles schon irgendwie in Ordnung kommt? Wie wäre es, ab jetzt nicht mehr Opfer zu sein? Fühlt sich gut an, oder? Ich verrate dir gerne, was du tun kannst:  

  • Akzeptiere deine Situation: Was passiert ist, ist passiert. Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern, auch wenn du sie dir wieder und wieder durch den Kopf gehen lässt. Nimm an, was ist.
  • Mach‘ das Beste aus deiner Situation: Überlege, was du selbst tun kannst, um die Situation zum Positiven zu verändern. Was willst du tun? Was ist der erste Schritt, sei er auch noch so klein? Mach‘ es, wenn du mehr gewinnst als verlierst. 
  • Stehe zu deinen Fehlern: Fehler passieren. Es ist eine Stärke, sich diese einzugestehen. Frage dich, was du daraus lernen kannst. 
  • Mach‘ Schluss mit deinen Erwartungen: Schraub‘ deine Ansprüche runter, Erwartungen und Hoffen bringen dich in die Abhängigkeit von anderen. Menschen wie Umständen. Was kannst du jetzt selbst in die Hand nehmen? 

Kurzum: Du entscheidest über dein Glück. Deine Entscheidung. Dein Leben. Hier. Jetzt.  

Photo by Nadia Jamnik on Unsplash

 

3 Gedanken zu „Was es bedeutet, wenn du Verantwortung übernimmst“

    1. …genau, wir laufen quasi von Tür zu Tür in unserem Leben. Wichtig ist, die neue Tür zu sehen – manchmal suchen wir mit geschlossenen Augen – und die Entscheidung zu treffen, durch sie hindurchzugehen. Danke dir für deinen Kommentar. 🙂

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