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Wie du bei Unruhe im Außen Frieden im Innern findest

Eine alte Bekannte schaut in diesen Tagen wieder öfter bei mir vorbei. Sie heißt Angst. Mein Körper reagiert mit innerer Unruhe, in meinem Bauch liegt ein roter Backstein. Groß und schwer. Fast zwei Jahre ist es her, da kam dieselbe Bekannte tagein, tagaus bei mir vorbei. Sie ist mir vertraut. Wie hat die Bekannte es in mein Haus geschafft? Sie hat aktuelle Nachrichten dabei. Und einmal mehr nehme ich wahr, welche Macht Nachrichten haben. Was Worte und Bilder auslösen können. Vor allem zu diesem Thema: Es herrscht Krieg. In einem Land, in dem Menschen leben, die ich teilweise mit Namen und Gesicht kenne. Menschen, die Angst um ihr Leben, ihre Freiheit, ihre Selbstbestimmtheit haben. Und obwohl ich weiß, dass ich hier in meiner Heimat gerade sicher bin, machen Körper, Geist und Seele mit jeder neuen Nachricht rund um dieses eine Thema das, was sie immer schon in angstbesetzten Momentan getan haben. Sie reagieren mit lähmenden Gedanken, Ruhelosigkeit, Wut und Negativität – Stresssymptome. Einmal mehr wünsche ich mir, mich zu schützen und für mich selbst zu sorgen. 

Jede Reaktion auf Stress ist normal

Nun sind Angst und Stress für jeden von uns nichts Ungewöhnliches. Die aktuelle Situation wird von unserem Unterbewusstsein als eine unbekannte Bedrohung wahrgenommen, was wiederum ganz unterschiedliche Ängste und Unruhe in uns auslösen kann. Gut zu wissen, dass du es selbst in der Hand hast, wie du damit umgehen kannst. Siehe selbst:

Reduziere deinen Medienkonsum

Klar, Informationen über die aktuelle Nachrichtenlage helfen gegen das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren sowie gegen Hilflosigkeit. Ununterbrochener Medienkonsum jedoch wirkt überflutend auf unser Gehirn und unsere Seele. Wie oft also möchtest du Nachrichten lesen, hören oder sehen? Schau, wie viel News dir jetzt gut tun bzw. nicht gut tun. Woher beziehst du deine Nachrichten? Entscheide dich für zuverlässige Quellen; unterscheide immer zwischen Fakt und Fiktion.

Bleib‘ im Hier und Jetzt

Bei Ängsten bewegen wir uns gedanklich schnell in Richtung Zukunft. Wenn du dich in die Gegenwart zurückholst, kann dir das helfen. Schau dich um, nimm Geräusche, Gerüche, Gegenstände wahr. Benenne, was du siehst. Beschreibe, was du siehst (Formen, Farben). Verbinde dich mit deinem Atem: Atmen kannst du nur im Jetzt. Halte inne und nimm drei tiefe Atemzüge, wenn die Angst dich einnimmt. Verbinde dich mit deinem Körper, denn auch diesen kannst du nur im Jetzt spüren. Wie sitzt du, wie stehst du? 

Fokussiere dich auf das Positive

Wenn du dich nur auf die schlimmen Auswirkungen der aktuellen Berichterstattung konzentrierst, siehst du überall Leid und Schmerz. Vermeide, ständig über die Folgen zu sprechen und so die Zukunft schwarz zu malen. Deine Energie geht dort hin, worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst. Lerne dich abzugrenzen, wenn es dir nicht gut geht. Nimm‘ das Positive um dich herum wahr. Hilf dir selbst und entscheide dich bewusst für mindestens einen Wohlfühlmoment täglich. 

Konzentriere dich auf das, was du kontrollieren kannst

Ablenkung hilft hierbei. Schreib‘ auf, wie es dir geht. Räume auf. Kümmere dich um die Wäsche. Entrümpele den Keller. Koche ein leckeres Gericht. Lies ein Buch. Zähle von 100 rückwärts auf 1 – oder umgekehrt. Tu‘ etwas, was dir Sicherheit gibt. 

Pflege die Beziehung zu dir selbst

Mach‘ dir auch in diesen Zeiten stets bewusst, die wichtigste Beziehung in deinem Leben ist die Beziehung zu dir selbst. Was nicht ausschließt, dass du mit anderen Menschen verbunden bist. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht in Gedanken bei Menschen in Not bin. Und von Herzen wünsche ich mir Frieden überall dort, wo es ihn nicht gibt sowie Frieden in jedem Einzelnen von uns.

Photo by Sunguk Kim on Unsplash

Ein Gedanke zu „Wie du bei Unruhe im Außen Frieden im Innern findest“

  1. Seeke und Geist
    sind in uns
    nicht da draussen

    die Angst ist mir
    seit meiner Kindheit
    ein treuer Begleiter

    Bewegungen aus
    dem Unterbewusstsein
    lügen nicht

    kein Mensch
    ist Herr im eigenen Hause

    ich kann mich nicht
    in das Innerste
    eines anderen wissen

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