(Selbst-) Führung

Entdecke die Vision für dein Leben

In meinem Leben schaue ich nach vorne. In meiner etwas älteren Vergangenheit hieß dieser – noch ganz unbewusst – groß zu werden. Selbst zu entscheiden, was ich anziehe, esse, in meiner Freizeit mache. Der Weg in die Selbstständigkeit. Von klein zu groß. Von abhängig zu unabhängig. Neue Entscheidungen wollten getroffen werden: Abitur, Ausbildung, Studium? Eigene Wohnung, WG? Sven oder Peter? Große Entscheidungen, die getroffen werden wollten. Ich war erwachsen geworden. Die Vision von meinem Leben, ohne dass ich sie so nannte, war halbwegs klar. Wie so viele Frauen wollte ich einen wunderbaren Partner finden, irgendwann heiraten und Kinder bekommen. Ich wollte ein Haus, einen Garten. Vielleicht noch einen Hund. Natürlich auch einen tollen Job, der mir Spaß macht, mein Leben finanziert und wunderschöne Reisen ermöglicht. Irgendwann habe ich jedoch gemerkt, dass diese Vision gar nicht meine war, sondern etwas war, das ich aus den Vorstellungen und Erwartungen anderer übernahm. Und so begann ich, mich und mein bisheriges Leben immer mal wieder zu hinterfragen, anstatt mein Leben lediglich vor sich hinplätschern zu lassen. 

Auf der Suche nach dem Nordstern

Gedanken wie „Ich weiß überhaupt nicht, was ich will!“, „Was macht mich denn glücklich?“ oder „Was stelle ich mit meinem Leben an?“ zeigen dir auf, dass du noch auf der Suche nach deiner Vision, deinem Nordstern bist. Und damit bist du nicht allein, denn vielen von uns geht es so. Was hat zu diesen Gedanken geführt? Oft steckt dahinter, dass du aktuell keinen erfüllenden Aufgaben nachgehst, es dir an Anerkennung fehlt und du dich überflüssig fühlst. Das Gefühl, nicht gebraucht oder nicht gesehen zu werden, kann sehr mächtig sein. Wenn es dir hier an deinem Nordstern fehlt, kann es dir passieren, dass du immer wieder im Außen nach Erfüllung suchst, sie letztlich dort jedoch nicht findest. Übermäßiges Shoppen, der neue Partner als Allheilbringer, Karriere zur Selbstwertsteigerung; Glück und Erfüllung geht auch temporär. Daher fang‘ besser an, dir Gedanken über das große Ganze zu machen, deinen Nordstern eben. Damit erschaffst du dir eine inspirierende, klare Vorstellung von einem Zustand bzw. Status, den du im Leben erreichen willst. Mit deiner Vision von deinem Leben und dahinter stehenden Zielen

  • kennst du die Richtung, in die du gehen möchtest,
  • fallen dir Entscheidungen leichter, 
  • kommst du ins Tun statt immer nur zu reagieren,
  • erkennst du den Sinn in deinem Sein und deinem Handeln,
  • findest du Aufgaben in deinem Leben, die dich erfüllen,
  • erreichst du ein anhaltend gutes Gefühl.

Erlaube dir zu träumen

Der meiner Meinung nach einfachste Weg, zu deiner Lebensvision zu kommen, ist Tagträumen. Wann hast du das zuletzt ganz bewusst gemacht? Schließe am besten deine Augen, lass Bilder entstehen mit der Frage: Was würdest du tun, wenn Geld und Zeit keine Rolle spielen würden? Träume groß! Schau‘ dir an, was auftaucht und bewerte nichts davon. Wenn es dir hilft, kannst du dies auch Stück für Stück mit jedem Lebensbereich (z. B. Familie, Freunde, Gesundheit, Job) erträumen. Und dann schreibe am besten alles auf, ganz gleich, was der innere Kritiker vielleicht schon jetzt gedanklich einwirft. Und Schreiben ist grundsätzlich eine gute Idee: Schreib‘ direkt auf, wo du dich in 10 Jahren, in 5, 2, in einem Jahr und in drei Monaten siehst. Schau‘ also einfach mal von 10 Jahren bis heute zurück. In beiden Übungen bekommst du ein gutes Gefühl dafür, was du JETZT tun musst, um deine jeweilige Vision umzusetzen. Und hier dürfen die Schritte auch klein sein. Bleibe realistisch. Deine Schritte sollen dir Sicherheit geben, dich nicht aufgrund von Angst vor negativen Folgen lähmen. Apropos kleine Schritte: Wenn dir Lebensvision zu groß erscheint, warum nicht mit deinem idealen Tag anfangen? Also leg‘ am besten sofort los: Wie möchtest du in den Tag starten? Wo wachst du auf? Wer ist an deiner Seite? Was würdest du tagsüber tun? Wen möchtest du treffen? Wie würdest du dich fühlen? Und schließlich: Mit welchen Gedanken gehst du am Abend ins Bett? Bleib‘ an deiner Vision dran, sie wird nie vollständig sein, sondern mit dir mitwachsen. Dabei ist es in Ordnung, wenn du Einiges wieder loslässt, was nicht mehr zu dir passt. Aber auch dir deutlich machst, was du bereits erreicht hast. 

Photo by Joshua Earle on Unsplash

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