(Selbst-) Führung, Allgemein

Auch kleine Veränderungen bringen Veränderung

Ich hab’s schon wieder getan. Etwas verändert. Etwas für mich getan. Und nein, es tat nicht weh. Nachdem ich vergangenes Jahr eine Morgenroutine in meinen Alltag integriert habe, habe ich hieran schon wieder geschraubt: Jeden Morgen nach dem Aufstehen trinke ich nun ein Glas Wasser. Das ist gesund und macht mich munter. Wie immer fing es ruckelig an. In den ersten Tagen war von Regelmäßigkeit nichts zu sehen. Also habe ich mir irgendwann ein Glas abends sichtbar vor den Wasserkocher platziert. Den benutze ich schließlich jeden Morgen, denn die Routine, mir morgens erst einmal einen Tee – schwarz mit Milch – zu machen, besteht seit Jahren. Und du wirst es nicht glauben, selbst das hat anfangs nicht gewirkt: Hin und wieder steht eben noch das Geschirr vom Vorabend vor dem Wasserkocher. Mein Verstand nimmt das Glas also eher als Relikt der Vergangenheit als als Momentaufnahme für neue Erfahrungen wahr. Da ich jedoch für gewöhnlich abends aufräume, habe ich mehr und mehr auch Tage erlebt, in denen ich das Glas wahrnahm und mir meine „Übung“ wieder einfiel. Und siehe da, die Tage des Übens häuften sich, und inzwischen trinke ich an fast allen Tagen morgens zuerst ein großes Glas Wasser. Aus der Übung ist eine Routine geworden. Wieder ein bisschen mehr für meine Gesundheit getan. Das ist Veränderung. Check. 

Oft sind’s die kleinen Dinge…

In seinem erfolgreichen Buch „Die 1%-Methode“ schreibt James Clear: „Wenn du dich jeden Tag ein Prozent verbesserst, wird es dir in Zukunft immer besser gehen. Wenn du täglich eine kleine schlechte Angewohnheit wiederholst, wird es dir langfristig schlechter gehen.“ Klingt logisch – und so einfach. Überleg‘ mal, was du in einem Jahr mit einer Veränderung von 1% alles erreichen kannst! Nicht nur Clear ist überzeugt davon, dass schon kleine Veränderungen – auch „tiny habits“ genannt – viel bewirken können. Ich bin großer Fan dieser Einstellung! Diese Veränderungen habe ich im Laufe der letzten Zeit so neben dem Glas Wasser bereits in mein Leben geholt: 

  • Jede warme Dusche endet mit einer kalten Dusche. (für mehr Energie und einen klaren Kopf)
  • Nachrichten lese oder schaue ich nur noch maximal 2x täglich. (für bessere innere Stimmung)
  • Es gibt kein Serienstreaming nach 23 Uhr. (für mehr erholsamen Schlaf)
  • Am Wochenende wird nicht gearbeitet (für mehr Zeit für Familie & Freunde oder auch mal ein Buch)
  • Push-up-Benachrichtigungen sind auf ein Minimum reduziert. (für mehr Konzentration)

Und ich sage dir, da ist noch Potenzial. Denn meine Liste an guten wie schlechten Angewohnheiten ist lang. Die guten dürfen bleiben, die schlechten dürfen gehen. Schritt für Schritt. Ohne Druck. Mit meinen Veränderungen habe ich übrigens nicht nur schlechte Angewohnheiten abgelegt, sondern gute Angewohnheiten geschaffen. Win-Win. Inzwischen macht es sogar richtig Spaß, denn es zeigen sich Erfolge, über die ich mich freue. Und das wiederum motiviert. So kenne ich auch schon das nächste Ziel: Für jedes neue Kleidungsstück darf ein altes gehen. Platz für Neues schaffen. Sind die schlechten Angewohnheiten irgendwann alle weg? Ich weiß es nicht. Unser aller Leben verändert sich stetig. Vielleicht sehe ich in ein paar Jahren eine gute Angewohnheit mit anderen Augen und suche die Veränderung. Wer weiß das schon? Im Moment jedoch schaue ich einfach, was da ist und angesehen werden will.

Was möchtest du verändern?

Hin und wieder falle ich auch in alte Muster zurück. Das ist OK. Ich nehme jedoch mein Ziel immer wieder auf, passe bei Bedarf an und bleibe vor allem dran. Dabei erlaube ich mir auch den Spaß dabei und stelle mir vor, wie es mir mit der Veränderung langfristig geht. Ganz im Sinne eines früheren Beitrag über unsere Motivation: Will ich weg von etwas oder hin zu etwas? Hast du Lust auf ein bisschen Inspiration? Schau mal, ob du mit den nachfolgenden Impulsen etwas „Wind of Change“ verspürst und Lust auf Umsetzung hast:

  • Steh‘ mit dem ersten Klingeln deines Weckers auf.
  • Nimm die Treppe statt dem Fahrstuhl. 
  • Lächele jeden Menschen in der U-Bahn an, der dich anschaut. 
  • Denke an eine Sache, über die du dich tagsüber gefreut hast, bevor du am Abend die Augen schließt. 
  • Iss täglich eine Portion Obst und eine Portion Gemüse. 
  • Atme morgens vor dem Aufstehen drei Mal tief durch. 
  • Halte tagsüber mindestens einmal inne und nimm‘ deine Umgebung wahr: Was hörst, schmeckst, fühlst, siehst und riechst du?

Klar, am Ende macht’s die Wiederholung. Daher sprich dir auch selbst ein Lob aus, das wirkt Wunder, denn es motiviert zusätzlich. Wenn drei, vier Wochen geschafft sind, ist aus der Übung Routine geworden. Wenn du merkst, dass es ruckelt, darfst du experimentieren: Vielleicht stimmt das Ziel noch nicht? Vielleicht ist die Übung zu groß? Probier’s gern aus! Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen mit mir teilst. 

Photo by Aziz Acharki on Unsplash

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