(Selbst-) Führung, Kommunikation

Die 4 besten Gründe, warum du Hilfe annehmen solltest

Ein Sportunfall zwingt mich aktuell buchstäblich in die Knie. Mich einmal mehr um mich zu kümmern, steht also ganz oben auf der Tagesordnung. Noch bevor ich überhaupt beim Arzt war, spielte ich bereits fix einige Szenarien getreu dem Motto „Was wäre, wenn…“ durch: Welche Termine stehen an? Was muss dringend bearbeitet werden? Wie organisiere ich mich neu? Was ich vermeiden möchte, ist unnötiger Stress. Ich bin es gewohnt, Verantwortung für mein eigenes Leben zu übernehmen. Grundsätzlich gelingt mir das gut. Ich kenne mein Umfeld und weiß, wen ich ansprechen kann, wenn ich etwas brauche. Ich bin gut im Organisieren. Über jedes Hilfsangebot von außen habe ich mich gefreut – und dankend abgelehnt. Dennoch habe ich mich gefragt, ob es sich dabei um eine Art „Selbstverordnung“ handelt. Mit jedem Angebot aus meinem Umfeld habe ich erneut abgewogen und nein, Hilfe benötige ich aktuell nicht. Ich bin bewegungsfähig. Nur etwas langsamer als gewohnt. Doch gibt es immer wieder mal Zeiten, in denen sich zeigt, dass Hilfe zu erhalten, ein schönes Gefühl auslöst. So werde ich wohl nie die Unterstützung von Familie, Freunden und Bekannten vor zig Jahren vergessen, die sich freiwillig über mehrere Etagen im Haus verteilten, um mir bei dem herausforderndsten Umzug meines Lebens zu helfen. Noch heute sehe ich die Bilder vor meinem inneren Auge und fühle die Gefühle, die mich damals durchfluteten. 

Hilfe anzunehmen, ist eine Übung in Dankbarkeit

Doch warum fällt es uns manchmal so schwer, andere um Hilfe zu bitten bzw. Hilfe anzunehmen? Von früh auf erziehen wir unsere Kinder zur Selbstständigkeit. Die einen mehr, die anderen weniger. Mal früher, mal später. SELBSTständig zu sein, ist das Ziel. Auf niemanden angewiesen sein. Wir wollen unsere Mitmenschen nicht belasten, wissen wir doch meist um deren eigene Herausforderungen. Nicht selten geht damit der Gedanke einher, Unterstützung auch zurückgeben zu müssen. Das Leben ist schließlich ein Geben und Nehmen, so haben wir es gelernt. Dabei fällt uns Geben leicht. Ich kenne keinen Menschen in meinem Umfeld, der nicht gerne gibt. Der nicht gerne hilft. Hilfsbereitschaft ist immer da. Sie schafft Nähe zu denen, die Hilfe benötigen. Manchmal reicht es schon, seinen Mitmenschen etwas der eigenen Zeit, ein offenes Ohr zu schenken. Als Helfende macht es uns glücklich. Aus der Perspektive betrachtet, fällt es vielleicht auch dir etwas leichter, andere um Unterstützung zu bitten. Zudem ist mir wichtig zu erwähnen, dass um Hilfe zu bitten nicht mit einer Gegenleistung verbunden ist. Wir sind niemandem etwas schuldig. Wie oft sind wir bereits im Vorfeld quasi in Vorleistung gegangen, ohne dass wir uns dessen bewusst waren? Wie oft vergessen wir das oder spielen das Ganze runter. 

Es ist eine Stärke, um Unterstützung zu bitten

Lass mich also auf das Nehmen zurückkommen. Um Hilfe zu bitten, Hilfe anzunehmen, ist wahrlich eine Stärke. Sie stellt eine Form von Stärke dar, die sich in Selbstreflexion und Entscheidungsfreiheit ausdrückt. Jedes Mal aufs Neue. Und selbst wenn auf die Frage nach Unterstützung ein Nein folgt, dann tut das sicher im ersten Moment weh. Doch deshalb von vornherein die Entscheidung zu treffen, gar nicht erst zu fragen, tut auf lange Sicht auch nicht gut. Wer weiß, vielleicht hat der oder die Gefragte ja einen Mitmenschen, der viel schneller und besser helfen kann. Vielleicht steht dir dein Gegenüber aus zeitlichen Gründen nicht zur Seite. Das bedeutet jedoch nicht, dass eben dieses Gegenüber beim nächsten Mal wieder Nein sagt. Du siehst, hierin steckt eine Chance. Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, gilt immer für beide Seiten. Das ist eine Frage der Entscheidung, und diese sollten wir unserem Gegenüber nicht abnehmen. Das hast du konkret davon, wenn du andere um Hilfe bittest bzw. angebotene Hilfe annimmst:

  1. Du stärkst die Verbindung und schaffst Nähe zu deinem Umfeld
    Wenn du andere um Hilfe bittest, machst du deutlich, dass dir deine Mitmenschen wichtig sind. Damit stellst du eine enge Verbindung her und stärkst das Band zwischen euch.
  2. Du holst dir Leichtigkeit in dein Leben
    Zusammen mit deinen Mitmenschen Herausforderungen zu bewältigen, gibt dir Kraft und Stärke, was die Situation, in der du dich befindest, leichter macht. Vielleicht zieht sie damit sogar schneller vorüber, als wenn du sie allein bewältigst. 
  3. Du legst die Weichen für künftige Unterstützung
    Wenn du immer alles alleine machst und daraus folgend angebotene Hilfe immer wieder ablehnst, wirst du künftig weniger Unterstützungsangebote erhalten. Umgekehrt erhältst du immer wieder Hilfe, wenn du sie annimmst und deinem Gegenüber Beachtung und Dankbarkeit schenkst. 
  4. Du schaffst Augenhöhe in deinen Beziehungen.
    Sicher hast du auch schon einmal jemandem geholfen und dich danach richtig gut gefühlt. Jederzeit für andere zur Stelle zu sein, ohne selbst vom anderen Hilfe anzunehmen, wenn du sie brauchst, schreibt dem anderen Hilflosigkeit zu. Das ist nichts, was deinen Beziehungen gut tut. Balance – Geben und Nehmen – stellt wiederum Augenhöhe her. 

Gesteh‘ dir ein, Hilfe zu benötigen

Eines sollten wir nicht außer Acht lassen: Es gehört auch zu unseren Stärken zu akzeptieren, dass wir Hilfe benötigen. Brené Brown hat einmal gesagt: „Du kannst dich nicht selbst dafür verurteilen, Hilfe zu brauchen.“ Daher möchte ich dich ermutigen, immer wieder auf deine Herausforderungen im Leben zu schauen und dich darin zu üben, um Hilfe zu bitten. Jeden Tag ein bisschen. Dir selbst weiszumachen, dass du niemals Hilfe benötigst, ist nichts anderes als Selbstbetrug. Schluss mit der Verleugnung deiner Bedürfnisse. Ich für meinen Teil bin froh, dass ich heute ein Angebot bekam, zum Arzt gefahren zu werden statt wie geplant den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen – in Dankbarkeit und Würde habe ich schlicht Ja gesagt. 

Brauchst du Hilfe?

Geht es dir häufig so, dass du keine Hilfe annehmen kannst? Schämst du dich, andere um Hilfe zu bitten? Kennst du diese oder andere Herausforderungen in deinem Leben? Dann lass uns gerne sprechen. Nutze hierfür einfach das Kontaktformular. 

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(Selbst-) Führung, Persönlichkeit

Wenn dein Innen dein Außen bestimmt

Vergangene Woche startete gut für mich. Der Sonntag zuvor spielte dabei sicherlich eine nicht unwesentliche Rolle, als ich mich und mein Dasein während meines Geburtstages feierte. Umgeben von Menschen, die mir gut tun. Mit Gesprächen, ob persönlich oder telefonisch, die bereichernd waren. So begann der Montag entspannt und voller Vertrauen in einen guten Tag. Als ich vormittags das Haus verließ, begegneten mir gleich vier mir gänzlich unbekannte Menschen – Frauen wie Männer -, die mich anstrahlten und mich gleich mitstrahlen ließen. Beim ersten Mal meldete sich noch der innere Kritiker, um mir eine Geschichte zu erzählen, die mit der Realität nichts zu tun hatte. Aber mit zweitem Blick und zweitem Lachen im Gesicht des anderen ließ ich mich ganz darauf ein. Schaltete den Kopf aus. Was für ein tolles Gefühl! Ich spürte Wärme, Leichtigkeit und Freude in mir und hatte das Gefühl, die ganze Welt umarmen zu wollen. Dieses Gefühl begleitete mich den ganzen Tag, schaffte noch mehr positive Momente und ließ mich sogar ein Gespräch, das ich im Vorhinein in die Schublade „Herausforderung“ steckte, eher zuversichtlich führen. Was für ein Wochenstart! Ein paar Tage später erfuhr ich genau das Gleiche mit dem gegenteiligen Gefühl. Ich ärgerte mich über etwas, eine Kleinigkeit, und durchlebte binnen fünf Minuten mit zwei verschiedenen, mir ebenfalls unbekannten Menschen und Situationen noch mehr Ärger. Menschen begegneten mir genervt und ablehnend. Weil ich genervt und ablehnend war. Statt Freude und Leichtigkeit nur Frust und schlechte Laune. Das zog sich weiter in den Vormittag, erlebte ich in zwei weiteren Situationen. Zum Glück bemerkte ich es irgendwann und spielte ein wenig mehr mit meiner Einstellung zu mir, zum Moment und zum Tag. Damit wendete sich das Blatt und der Tag verlief noch sehr gut. 

Wie im Innen, so im Außen

Die äußere Welt ist immer ein Spiegel deiner inneren Welt. Alles, was du im Außen, deinem Leben hast, ist also nichts anderes als ein Spiegel von dem, wie es in dir aussieht. Oder auch anders herum: Das, was du bist, zeigt sich im Außen. Genau das habe ich vergangene Woche erlebt. War ich am Montag gänzlich in Harmonie mit mir selbst, so war ich auch in Harmonie mit dem Leben, das sich draußen abgespielt hat. Und genau das habe ich in meinem Umfeld angezogen. Klar, ich war ja auch in einer ganz anderen Energie unterwegs. Mit der Veränderung in mir ein wenig später in derselben Woche, hat sich alles um mich herum auch verändert. Mir dessen anhand dieser beiden Tage mit ihren Erfahrungen bewusst zu werden, hat mir wieder einmal gezeigt, dass alles bei mir anfängt. Es funktioniert einfach nicht, im Außen etwas zu verändern.

Daher lade ich dich ein, dein Leben im Hier und Jetzt mal ordentlich durchzulüften: Was siehst du?

  • Nimmst du Unsicherheit und Angst wahr?
  • Hast du das Gefühl, dass dir etwas fehlt?
  • Bist du umgeben von Energieräubern? 

Wenn du aktuell oder auch bereits über längere Zeit mit Menschen zusammen bist, die eher schwierig sind, liegt das darin begründet, weil in deinem Innern noch Schwierigkeiten in Form von unbearbeiteten Erfahrungen feststecken. Gut, sich darum zu kümmern und sich im Loslassen zu üben. So lange du innerlich noch Überzeugungen, Glaubenssätze und alte Konditionierungen mit dir herumträgst, ist die Luft in dir nicht klar und frisch. Und ebendies zeigt sich dann im Außen: Du begegnest immer wieder Situationen und Menschen, die du als Enttäuschung empfindest. Wenn dagegen in dir Klarheit und Frische bestehen, dann kommt Freude und Leichtigkeit in dein Leben, und zwar durch Menschen, die dich mögen und Situationen, die dich nach vorne bringen. Und wer will schon ohne Freude und Glück durchs Leben gehen?

Fünf Tipps zum inneren Durchlüften für mehr Harmonie in dir

Hast du Lust, Harmonie und Ausgeglichenheit in dein Leben zu holen? Mit meinen fünf besten Tipps zum Durchlüften für einen harmonischen Blick auf die Welt um dich herum gelingt es dir ganz bestimmt:

  1. Kümmere dich darum, dass du stets mit klarem Blick auf deine Welt hinaus schaust.
    Lass dich nicht von inneren Stimmen aus alten Überzeugungen auf deinem Weg irritieren und ablenken. 
  2. Halte regelmäßig inne und durchlüfte deine innere Welt.
    Deine Wohnung lüftest du sicher auch mehrmals am Tag. Sorge daher genauso für dich. Nur so geht es dir gut und du kannst sehen, was im Außen passiert.
  3. Bleibe im Moment, wenn du durchlüftest. 
    Nur das, was im Hier und Jetzt geschieht, ist die Realität. Die einzige Wahrheit, die es anzuschauen gilt. 
  4. Löse dich von der Vergangenheit und deiner Vorstellung von dem, was vor dir liegt.
    Kommen beim Durchlüften Gedanken an längst Vergangenes oder der Zukunft, lass los. Sie lassen den Wind manchmal kälter wehen.
  5. Hin und wieder wird die Luft dicker.
    Räum auf, was in dir der Luft im Weg steht. Warte nicht so lange, bis dir die dicke Luft den Atem nimmt. Sorge für schnelle Klärung. Sofort, dann fällt es dir leichter. 

Innen wie außen: Veränderung beginnt in dir

Du hast die Wahl und kannst lernen, dein Innenleben anzuschauen und durchzulüften. Hier und jetzt kannst du Verantwortung übernehmen, indem du selbst dafür sorgst, dass deine innere Welt gut durchgelüftet ist. Nimm wahr, was dabei im Außen passiert. Mich bringt es ins Staunen. Immer wieder. Denn es zeigt mir, was alles (noch) möglich ist. Wenn wir bei uns sind. 

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(Selbst-) Führung, Persönlichkeit

Die Sache mit dem Ego oder was unserem Glück im Weg steht

Die vergangene Woche widme ich meinem Ego. Es hat ganze Arbeit geleistet. Ich könnte ein ganzes Buch schreiben zu den Geschichten, die es mir erzählt hat. Denn genau das tut unser Ego, der beste Geschichtenerzähler der Welt. Zum Glück kann ich immer öfter darüber lachen, aber glaub‘ mir, die Geschichten waren und sind nicht immer lustig. Im Gegenteil. Lass mich dir davon erzählen: Wie du vielleicht bemerkt hast, habe ich ein wenig an meiner Website gearbeitet, kleinere (Titel) wie größere (About me) Änderungen vorgenommen. Weitere Änderungen folgen. Warum? Weil ich das Thema Selbstführung noch mehr in die Welt tragen möchte. Ich sehe so viel Potenzial darin, ein leichteres und zufriedeneres Leben zu führen, wenn ich weiß, wer ich bin, wie ich ticke und wie ich mein Leben eigenverantwortlich privat wie beruflich so gestalten kann, dass ich Fülle und Freude erfahre. Ich wünsche mir, dass auch du davon profitierst. So ist ursprünglich dieser Blog entstanden. Und ich möchte noch viel mehr erreichen, buchstäblich. Denn ich möchte vor allem diejenigen erreichen, die Menschen führen. Die ein Team leiten, ob noch in ihrer Vorstellung von persönlicher Weiterentwicklung oder in der Realität. Ich bin überzeugt davon, dass ich andere Menschen nur dann in deren Potenzialentfaltung für den gemeinsamen Erfolg führen kann, wenn ich mich selbst zu führen weiß. Innere Stärke ist hierbei unerlässlich. Auf der Reise nach innen sehe ich meine Unterstützung – und genau da kommt mir immer mal wieder mein Ego in den Weg, das mich in meinen Entscheidungen extrem beeinflusst. Weil es mir fortlaufend Geschichten erzählt, die ich für die Wahrheit halte. Geschichten wie „Das will doch keiner hören!“ oder „Dafür ist gerade nicht die richtige Zeit.“ Bestätigungen für diese Gedanken gibt es nicht. Diese Gedanken halten mich jedoch auf. Grund genug, sie zu hinterfragen – und letztlich andere Entscheidungen zu treffen. 

Das Ego? Was ist das?

Die meisten Menschen wissen nicht, was das Ego ist und was es tut. Unser Ego ist unser Ich, unsere Persönlichkeit, unser Selbstbild. Unser Ego bestimmt demnach, wie wir uns fühlen, verhalten und welchen Wert wir uns „attestieren“. Es hat so viel mit uns zu tun und gleichzeitig auch wieder überhaupt nichts. Es steckt in uns, es ist da und regiert als Teil unseres Verstandes unseren Kopf, indem es Gedanken generiert, die eine Geschichte ergeben und somit unser Leben maßgeblich beeinflussen. In der Kindheit entstanden und geprägt von Glaubenssätzen, Erfahrungen und Botschaften, die uns andere vermittelt haben, sitzt es tief im Unterbewusstsein. So lange wir leben, erzählen wir uns also Geschichten. Geschichten darüber, wer wir sind. Doch diese Geschichten basieren auf der Vergangenheit und sind eben nicht mehr als Gedanken. Wenn du dich allerdings mit den Gedanken, mit den Geschichten deines Egos identifizierst, glaubst du das, was dein Ego dir vermittelt. Aus der Perspektive deines Egos. Aber ist dieses Bild von dir auch wirklich wahr? Bist du, was dein Ego über dich verrät? Fakt ist doch, es sind nur Gedanken. Und Gedanken hast du, du bist sie nicht. Deine wahre Identität findest du nicht über dein Ego, deinen Verstand. Du findest sie, indem du nach innen gehst. Raus aus dem Verstand, rein in dein Herz. Raus aus dem Denken, rein ins Fühlen. Hier steht dir natürlich dein Ego im Weg, denn es will nicht, dass du neue Wege gehst. Das wäre gleichzusetzen mit Machtverlust, denn du würdest dich neu entdecken und feststellen, dass dein bisheriges Ich eine Witzfigur ist. Dein Ego möchte, dass du denkst, nicht fühlst. Es liebt sich wiederholende Gedanken, Sorgen, Grübeleien. Wenn wir uns unseres Gedankenkarussells bewusst werden, haben wir die Wahl: Glauben wir unseren Gedanken oder kreieren wir bewusst neue Gedanken und schaffen damit eine neue Wirklichkeit? Halten wir an alten, tief sitzenden Glaubenssätzen über uns fest oder schaffen wir neue? Verstand wie Ego haben keine Ahnung, was uns wirklich glücklich macht. Das liegt daran, dass Glück nicht aus dem Kopf kommt, sondern aus dem Herzen. Und genau das wollen wir doch alle im Leben: Glück, oder? Ich lade dich also ein, dir deiner Gedanken gewahr zu werden. Dir bewusst zu werden, wenn du dich in Grübeleien verfängst, in Interpretationen, in ziellosen Gedanken, die in ihrer Gesamtheit auf alte Erfahrungen zurückzuführen sind. Schreibe auf, was dir auffällt und finde so deine Muster. Lerne, deinem Ego auf die Finger zu schauen und glaube nicht alles, was du denkst. Gerade dann, wenn wir Kritik erfahren, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Hier springt unser Ego aus evolutionär bedingten Verteidigungsgründen besonders gerne an. Wir nehmen alles dann schnell persönlich und wecken das Kind in uns, das Reaktionen nach sich zieht, die wenig die einer erwachsenen Person entsprechen. Wir denken in solchen Momenten, eine Situation geschieht unseretwegen und eben speziell uns. Und genau das hält uns in unserem Handeln auf, insbesondere, wenn auf Kritik kleine wie große Auseinandersetzungen folgen. Entscheide dich also, glaubst du deinen Gedanken oder wählst du einen anderen Weg?

Sei wachsam, und dein Ego verliert an Macht

Unser Ego wird bei Bedrohungen von außen aktiv. Es ist unglaublich wachsam. Es passt auf uns auf, damit uns nichts passiert. Doch auch wir dürfen wachsam sein und unsere Gedanken hinterfragen. So entsteht Raum für Wachstum und neues Denken. Und neues Denken schafft neue Realitäten. Also einmal mehr raus aus dem Autopiloten, her mit der Taschenlampe und aufs Bewusstsein geleuchtet. Die von mir sehr geschätzte Nicole LePera empfiehlt in ihrem Buch „Heile.Dich.Selbst.“ eine Affirmation, die ich gerne mit dir teilen möchte: „Ich bin sicher, und ich suche mir einen neuen Weg, mich selbst zu erleben, getrennt von meinem Ego.“. Vielleicht hast du Lust, sie in deinen Alltag zu integrieren. Dein Ego wird sicher nicht begeistert sein. Hier hilft es dran zu bleiben und sich nicht beirren zu lassen von weiteren ungeprüften Geschichten in deinem Kopf. In diesem Sinne: Sei und bleib‘ wachsam.

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(Selbst-) Führung, Persönlichkeit

Wenn die Reise nach innen ungemütlich wird

Heute wird es etwas persönlicher. Ich habe Urlaub. Sonne, türkisblaues Wasser, neue Menschen um mich herum unterstützen beim Denken und Fühlen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich mich auf eine Reise nach innen begeben. Ich habe mich sortiert, angenommen, was da ist, Verbrauchtes gründlich ausgemistet und neue Ziele gesteckt. Nach etwa sechs Monaten fing ich an, innerlich zu strahlen: Ich freute mich auf den vor mir liegenden Weg, auch wenn er mir ein bisschen Angst machte. Beruflich begann ich, neue Wege zu gehen. Privat lernte ich so einige Menschen kennen, die mir ans Herz gewachsen sind. Neue Freundschaften, neue Perspektiven. Jeder Tag enthielt kleine Wunder. Das ist noch heute so. Solange ich den Fokus halte. Hinschaue. In Dankbarkeit und Demut. Und einmal mehr bemerke ich, dass meine im vergangenen Jahr begonnene Reise noch lange nicht vorbei ist. Zwar habe ich in einigen Bereichen meines Lebens neue Entscheidungen getroffen und alte, eher hinderliche Überzeugungen über mich angeschaut und losgelassen. Dann kam das Leben dazwischen und machte einen neuen Weg in einem ganz anderen Bereich meines Lebens auf. Unerwartet. Überraschend. Schön. Zunächst schön. Ich, die ich mich in Achtsamkeit und Gelassenheit übe, legte genau diese ab, als es ruckelig wurde. Irgendetwas löste diesen einen Knopf der Fernbedienung aus und zack, schon lief ich in alten Mustern anderen gegenüber. Wann immer ich versuchte, aus diesen bewusst auszubrechen, wurde es ungemütlich. Erst in meinem Inneren, dann im Außen. Hätte ich meine Wahrnehmung geschärft, hätte ich sicherlich gemerkt: Die äußere Welt ist ein Spiegel meiner inneren Welt. Vielleicht hätte ich anders gehandelt. Hätte, hätte… So handelte ich vielleicht unbeholfen und hölzern. Der Versuch war es mir wert. Ich habe dazugelernt.

Die Vergangenheit reist mit

Wieder einmal erfuhr ich, wie stark längst vergangene Erfahrungen, Lernen, Erziehung und Erlebnisse sich immer noch auf mein Verhalten und meine Gedanken auswirken. Hier im Bewusstsein zu bleiben, fiel mir verdammt schwer. Ich lerne eben noch. Und hin und wieder darf ich mich auch selbst daran erinnern, dass ich auch nur ein Mensch bin. Ein Mensch auf der Reise, die vermutlich lebenslang dauert. Blöd nur, wenn andere das anstrengend finden, sich in eigenen Mustern verheddern und neue Wege schließlich abrupt enden. Unerwartet. Überraschend. Unschön. Gut, dass ich mich inzwischen auch darin geübt habe, nicht die Verantwortung für Entscheidungen anderer komplett zu übernehmen. Auch wenn ich mich zuletzt daran erinnern musste. Und dann kam schon wieder das Leben dazwischen und ließ die Vergangenheit an die Tür klopfen. Nicht minder unerwartet. Überraschend. Ob schön oder unschön ist noch offen. Das liegt dann sicher auch an mir. Neue Entscheidungen wollen getroffen werden. Mit Bedacht. Deshalb habe ich den Druck rausgenommen. Ganz achtsam. Auf dem Weg in die Gelassenheit. Alles wird schon irgendwie gut. Und bis dahin kann ich mich beruhigt um mich selbst und meine Liebsten kümmern. Das Gesicht in die Sonne halten, im türkisblauen Wasser baden, bei und mit mir sein – auch im Zusammensein mit anderen. 

Von meiner Reise zu deiner Reise

In stürmischen Zeiten hilft es zu sortieren: Was kannst du beeinflussen? Was kannst du nicht beeinflussen? Wir können nicht immer alles in unserer Hand haben, andere Menschen können wir auch nicht ändern. Aber du kannst jeden Tag aufs Neue innehalten und hinterfragen, wie du dich in der Welt bewegst. Geschieht uns etwas, was wir nicht vorhergesehen haben, können wir daran wachsen. Mit Offenheit, Neugier und einer Prise Mut halten wir den Blick nach vorne gerichtet. So nehmen wir die Welt um uns herum auch nicht nur schwarz-weiß wahr, sondern durchaus auch ihre Graustufen. Negative Erfahrungen und Erlebnisse bekommen somit einen positiven Anstrich, vielleicht anfangs noch hauchzart. Manchmal wird dieser erst Jahre später deutlich erkennbar. Und dazwischen hilft es, das eigene Handeln danach auszurichten, was uns positive Energie, gute Gedanken und Gefühle gibt. Das ist Arbeit mit uns selbst, die unser Leben aktiver und gestaltbarer macht. Denn so viel ist sicher, jeder von uns hat es selbst in der Hand, etwas aus der eigenen Zeit auf dieser Erde zu machen. 

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(Selbst-) Führung, Kommunikation

Der Ton macht die Musik

Meine Eltern hatten es mit mir auf meinem natürlichen Selbstfindungstrip im Alter von 14+ Jahren sicher nicht einfach. Ich habe in jenen Zeiten nicht viel mit ihnen gesprochen. Und wenn, dann klang oft Trotz, Rebellion oder selbstauferlegte Arroganz durch. Ein Satz, der dann häufiger fiel, war „Der Ton macht die Musik!“. Ein Satz, den meine Mutter aussprach und der hängen blieb. Ich musste kürzlich wiederholt daran denken, als ich mich in verschiedenen Gesprächssituationen wiederfand und bemerkte, wie ich oder auch andere auf das Wie hinter den Worten reagierten. Kommunikation ist für mich von jeher ein spannendes Thema. Mit nur einem Ton kann ich Türen öffnen oder eben auch schließen. Ton schafft Emotion. Und oftmals schafft auch die Emotion den Ton. Mit ein bisschen Achtsamkeit können wir den Fokus auf das positive Gefühl setzen und gar nicht erst das Boot in stürmische Gewässer lenken. Ein Beispiel: Wenn ich morgens mein Kind wecke, kann ich dies liebevoll tun, indem ich mich zu ihm setze, es streichle und ihm ein sanftes „Aufstehen“ ins Ohr schicke oder ich gehe ins Zimmer, um die Vorhänge aufzureißen und dabei ebenso laut wie streng „Aufstehen“ zu rufen.

Gute Kommunikation ist Achtsamkeit

Mit einer guten Portion Aufmerksamkeit kannst auch du in deinen Gesprächen dein Gegenüber und dessen Reaktion auf das Gesagte wahrnehmen. Bist du unsicher in dem, was du wahrnimmst, trau dich und frag nach. So klärt sich sicher eine Situation, über die du vielleicht vorschnell geurteilt hat. Wichtig ist auch die jeweilige Stimmung – bei dir und deinem Gegenüber. Manchmal wird die auch unbewusst beeinflusst. Ein falsches Wort, ein falscher Ton, und schon bricht in unseren Beziehungen die Eiszeit aus. Wir senden in unseren Gesprächen eben nicht nur Worte, sondern auch Gefühle. Sei dir bewusst, dass das, was du aussendest, auch zu dir zurückkommt. Ton auf Ton. Gefühl auf Gefühl. Gewalt erzeugt Gegengewalt. Auch in unserer Kommunikation. Eine Auseinandersetzung, gründet sie noch so sehr auf einer banalen Situation, führt dann schnell zum Verlust von Nähe und Vertrauen. Nicht so, wenn du vergeben kannst, was das Gras über die Sache wachsen lassen kann. Kommt es jedoch wiederholt zu ähnlichen Situationen, leiden unsere Beziehungen bis hin zum Kontaktabbruch. Unsere Muster sind mächtig, wenn wir ihnen keine Aufmerksamkeit schenken. 

Und wie sprichst du mit dir selbst?

In unseren Gesprächen kommt es also nicht immer auf das Was, sondern vielmehr auf das Wie an. Und das gilt auch für die Gespräche, die wir mit uns selbst führen. Achte gerne mal darauf, wie du mit dir selbst sprichst. Sprichst du so auch mit deiner besten Freundin? Deinem besten Freund? Wie oft verurteilst du dich selbst in deinen stillen Gesprächen? Auch hier geht es darum, dir selbst ein:e gute:r Freund:in zu sein, dich wichtig zu nehmen und einen liebevollen Umgang mit dir selbst zu pflegen. Auch hier macht eben der Ton die Musik. Egal also, in welchem Gespräch du dich künftig befindest, achte auf das Wie in deinen Worten – selbst, wenn du schlecht drauf bist.

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(Selbst-) Führung, Allgemein

Selbstfürsorge: Reicht hier ein Pflaster?

Ich bin sicher, das Wort „Selfcare“ ist dir wohlvertraut. Selfcare, zu deutsch: Selbstfürsorge, ist derzeit in aller Munde. Social Media läuft über damit. Und auch ich nehme mich nicht aus, hin und wieder eine Form von Selbstfürsorge zu betreiben und darüber zu sprechen oder zu schreiben. Wenn du mir schon länger folgst, weißt du das. Die Einladungen im Leben dazu sind auch vielfältig: „Verwöhn‘ dich mal wieder“ mit dem Bild einer Badewanne plus Kerzenschein, ruft es von den Titelblättern einiger Zeitschriften. „Gönn‘ dir mal was Schönes – nur für dich!“ plus Wellness-Werbung zum Aktionspreis am nächsten Wochenende im nahen Spa heißt es auffordernd auf der Werbefläche an der Tram-Haltestelle. So inspiriert laufen wir los und investieren den einen oder anderen Euro in ein paar Stunden Sauna, ein neues Kosmetikprodukt, ein neues Buch, eine weitere Yoga-Stunde, etc. Klar, davon berichten wir dann auch stolz in unseren Social Media-Kanälen. #selfcare. Soll doch die Welt erfahren, wie ich mich um mich selbst sorge, wenn es mir gerade nicht gut geht. Vielleicht bekomme ich dafür auch einen Daumen nach oben oder ein Herz. Zack, schon geht es mir besser. Ist das so? Wirklich?

Ist dein Pflaster nachhaltig?

Sind diese Dinge nicht lediglich Sachen, die ich da draußen einkaufen kann und die mir für kurze Zeit ein Wohlgefühl verschaffen? Ich vergleiche sie inzwischen mit einem Pflaster, das ich mir auf meine Kratzer und Schürfwunden klebe, wenn mein Weg im Leben mal eben holprig ist. Irgendwann fällt es wieder ab. Nicht, dass ich für diese Pflaster nicht dankbar wäre. Tatsächlich weiß ich sie zu schätzen. Allerdings haben sie selten, egal, wie bunt sie waren, zur echten Heilung beigetragen. Temporäre Selbstfürsorge also eher. Meine eigene Heilung passierte erst dann, als ich mir die Frage erlaubte, warum es mir nicht gut geht. Seither gehe ich damit nach innen, denn dort liegt die Wahrheit über mein Unwohlsein. Im Außen habe ich sie nicht gefunden – weder auf den Seiten eines neuen Buches noch auf dem Boden einer neuen Bodylotion. Auch das kurzzeitige Verreisen an schöne Orte hat mich nicht langfristig geheilt. Es war immer der Blick nach innen. Und ja, sie kann auch wehtun. Sie kann einem mühsamen Besteigen eines Berges gleich kommen. Irgendwann jedoch kommst du jedoch auf dem Gipfel an und schaust ins weite Land mit all seinen Möglichkeiten. Und du merkst, wie du auf dem Weg gewachsen bist und nun neue Wege da sind, gegangen zu werden. In meiner Bedeutung von Selbstfürsorge steckt ganz klar, das Leben in die eigene Hand zu nehmen, dabei unsere Bedürfnisse wahrzunehmen und zu ihnen zu stehen. Nur so können wir unser Leben so gestalten, dass damit auch Genuss einhergeht. Dass damit auch Abgrenzung, also Nein zu sagen, dazugehört, liegt nah. Denn Selbstfürsorge meint auch, die eigenen Grenzen zu kennen – und zu achten. 

So sorgst du wirklich für dich selbst

Sich selbst und seine Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen, ist für mich also echte #selfcare. Und wie findest du konkret in eine nachhaltigere Selbstfürsorge als den Tipps und Tricks von außen zu folgen? Lies hier einige Tipps für dich:

  • Schreib‘ auf, was du in deinem Leben brauchst, damit es dir gut geht. Welche Bedürfnisse davon werden aktuell erfüllt bzw. nicht erfüllt? Was sind die Gründe hierfür? Selbstfürsorge bedeutet, sich aktiv mit seinem Leben auseinanderzusetzen. In welchem Lebensbereich (Job, Familie, Gesundheit etc.) bist du also derzeit zufrieden?
  • Sprich mit deinem Umfeld über deine Bedürfnisse. Ob Partner*in, Freund*in, Kolleg*in, Eltern oder Kinder; überlegt zusammen, was euch glücklich und zufrieden macht und wir ihr euch bei Bedarf unterstützen könnt. Es ist stets an uns, unsere Beziehungen positiv zu gestalten.
  • Apropos Unterstützung: Manche Herausforderungen bedürfen professioneller Unterstützung. Gesteh‘ dir also andere Hilfe ein, wenn du aus eigener Kraft nicht weiterkommst. Erinnere dich immer wieder daran, dass du nicht nur dein eigenes Leben verbesserst, sondern auch das der Menschen um dich herum, wenn du dir die Hilfe holst, die du gerade brauchst.  
  • Gehe ganz bewusst mit deiner Gesundheit in Kontakt. Wo zwickt es? Wie oft hast du in der vergangenen Woche wirklich durchgeschlafen? Atmest du tief in den Bauch oder eher flach in die Brust? Gerade in unruhigen Zeiten dürfen wir auf uns achten und Raum für Ruhe und Zeit für uns schaffen.  

Übrigens: Selbstfürsorge bedeutet nicht etwa, dass du von nun an im Alleingang durchs Leben gehst. Im Gegenteil. Wir alle dürfen lernen, für uns selbst einzustehen und darüber zu sprechen. Somit haben wir die Möglichkeit, von einander zu lernen. Und zwar nicht nur, wie wir Bedürfnisse aussprechen und Grenzen setzen, sondern auch indem wir aufeinander achten. Indem wir zuhören, was unser Gegenüber sagt. So wachsen wir gemeinsam, denn Selbstfürsorge geht uns alle an. In diesem Sinne, was tust du heute noch für dich?

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Allgemein

Die beste Medizin für dein Leben

Wenn das Leben dir mal wieder in die Quere kommt und dich fordert, (neue) Entscheidungen zu treffen, wünschst du dir dann auch hin und wieder ein Rezept vom Doc, dass dir Heilung schenkt? Nun, zum Doc musst du dafür nicht. Dafür lade ich dich zum Weiterlesen ein. Denn heute bin ich es, die die Medizin für dein Leid im Gepäck hat. Die Empfehlung stammt nicht von mir, sondern von einem Menschen, der anonym geblieben ist. Das ist schade, denn ich hätte ihm gern persönlich gedankt. Und weißt du was? Ich kann dir sogar mehr als ein Medikament nennen. Und das Medikament wirkt auch präventiv. Bist du schon neugierig? Gut! Also pass auf: „Die sieben besten Medikamente: Sonnenschein, Wasser, innere Ruhe, frische Luft, Bewegung, Obst und Gemüse, Freude.“ So einfach, so gut. Ich wünsche mir, dass du sie dir verinnerlichst. Dein Kopf wird beim Sonnenschein schon abwinken und dir einreden, dass das Schwachsinn ist. Sonnenschein ist schließlich nicht immer verfügbar, schon gar nicht nachts. Gut, dass es dann noch sechs weitere Möglichkeiten an medizinischer Hilfe gibt. 

Ein Blick in meinen Medizinschrank

Nachdem ich das Zitat gelesen hatte, bin ich durch meinen imaginären Medizinschrank gegangen und habe innerlich Haken gesetzt. Sonnenschein war gerade nicht zu sehen. Bestellen kann ich ihn nicht wirklich, daher fülle ich lieber all meine Zellen mit ihm, sobald er zu sehen ist. Oder finde den Sonnenschein an einem anderen Ort. Wasser ist immer da. Und dafür bin ich sehr dankbar. Auch dafür, dass wir es in Deutschland direkt aus der Leitung trinken können. Wir müssen nicht weit reisen, wo dies nicht aktuell eher keine Empfehlung ist. Innere Ruhe geht in meiner Medikamentensammlung immer mal wieder aus. Dabei weiß ich um ihre Wirkung und genieße die Einnahme dieses Medikaments umso mehr. Reminder an mich selbst: Vorrat auffüllen. Frische Luft verbinde ich am besten mit Bewegung. Doppelte Wirkung, auch wenn man von der Einnahme mehrerer Medikamente auf einmal immer mal wieder abrät. Die Entscheidung, jeden Tag mindestens einmal das Haus zu verlassen, erfülle ich mir jeden Tag. Für das Auftanken mit frischer Luft. Für die Bewegung. Manchmal braucht es dafür einen Ansporn, hier und da steht noch eine Aufgabe dahinter. Aber ich bin jeden Mal stolz auf mich, wenn ich es „geschafft“ habe, mich gegen den inneren Schweinehund durchzusetzen. Und ja, es gibt auch Tage, da reicht die Bewegung lediglich von der Küche auf den Balkon. Ist auch Bewegung. Und frische Luft. Und außer Haus. Bestenfalls denke ich dann noch an das Glas Wasser in der Hand. Oder ein bisschen Obst und Gemüse. Im Schnippeln davon bin ich gut. Und es fängt schon morgens an, wenn die Frühstücksbox meines Kindes gepackt wird. Da fällt immer mal was ab für mich. Und ich lieb’s einfach. Roh. Gegart. Gebraten. Zermanscht. In der Regel immer ein Vorrat vorhanden. Wenn nicht, bewege ich mich nach draußen an die Luft. Wie sieht es nun mit Freude aus? Es gibt so Tage, an denen ich mehr davon brauche, jedoch habe ich mehr und mehr den Knoten raus, sie mir ebenfalls auf Vorrat anzulegen. Das ist gar nicht so schwer, habe ich festgestellt, und fängt bei den kleinen Dingen an, dir mir gut tun. Fun Fact: Nehme ich das Medikament Sonnenschein ein, brauche ich die Freude gar nicht erst aus dem Schrank holen. Sie kommt dann ganz von allein. Und schafft noch mehr Vorrat, wenn ich sie wahrnehme und somit ein bisschen mehr einsammele.

Hast du genug der besten Medizin zuhause?

Vielleicht hast du bislang nicht viel von Medikamenten gehalten. Vielleicht hast du bisher die Nebenwirkungen gescheut. Es mag sie auch hier geben. Zu lange in der Sonne gebadet – autsch, Gefahr von Sonnenbrand. Achtsam angewendet, entfaltet jedes einzelne dieser Medikamente die volle Heilkraft. Mal‘ dir mal aus, wie es wäre, wenn du alles auf einmal zu dir nimmst. Ich wünsche dir also, dass du immer genug davon in deinem Medizinschrank aufbewahrst. Und wer weiß, vielleicht ist sogar so viel da, dass du es mit anderen teilen magst. Andere, die die Medizin gerade mehr brauchen als du. In diesen Zeiten scheint mir das eine gute Idee zu sein. Schau‘ am besten gleich mal nach, was alles schon da ist und an welcher Stelle du mehr brauchst. Beim nächsten Mal, wenn du merkst, etwas Medizin könnte bei deinen Herausforderungen helfen, greif‘ das erste der sieben Medikamente, auf das dein Blick fällt. Für die schwierigeren Herausforderungen, die auch deinen Körper betreffen, scheue dich nicht, dir Rat und Unterstützung beim Doc zu holen.  

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Allgemein

Umzingelt von Menschen in Opferhaltung? Anzeichen & Wege, damit umzugehen

Immer wieder begegnen uns Menschen, die unbewusst in der Opferrolle verharren und Ansprüche und Erwartungen an ihre Mitmenschen äußern, ohne sich darüber bewusst zu sein, dass sie Beziehungen damit eher schwer als leicht und unbeschwert machen. Mir begegnen diese Menschen inzwischen nahezu täglich. Ich erkenne sie recht schnell, nicht zuletzt, weil ich selbst weiß, wie es sich anfühlt, es sich in der Opferhaltung gemütlich zu machen. Ja, ich habe diese Erfahrung auch gemacht. Ich als Opfer – das ist verdammt sicher und bequem. Es hat mir allerdings äußerst selten etwas mehr gebracht als Selbstschutz. Tatsächlich aber habe ich mich meiner Eigenverantwortung entzogen und die anderen mit meinem Verhalten bestraft. Andere Menschen oder Situationen für mein Leid verantwortlich zu machen, ist für mich inzwischen kein Weg mehr. Jedoch ist das Beschreiten dieses Weges für so viele Menschen weit verbreitet: Schuld sind die anderen. Schuld sind die Umstände. Nichts anderes als Ausreden. Die Gefahr ist recht hoch, selbst die Opferhaltung einzunehmen, wenn wir uns durch unser soziales Umfeld, andere Menschen oder auch Situationen negativ beeinflusst fühlen. Wir riskieren dann in Schockstarre zu verfallen, sodass jegliches aktives Handeln erschwert wird und wir uns damit aus der Verantwortung ziehen, um unseren eigenen Beitrag zu leisten. Aber müssen wir uns damit abfinden, wenn uns andere mit dieser Einstellung begegnen und ihre Themen zu unseren machen wollen? Nein!

Typus Opfer: nur ein Jammerlappen?

Im Laufe der Zeit habe ich im beruflichen wie auch persönlichen Umfeld vieles an Verhalten gesehen, was den Typus Opfer gut beschreiben lässt. Hieran kann auch du ihn erkennen:

  • jammert stets und ständig und weist jeglichen eigenen Anteil zurück
  • ist nicht bereits, seinen eigenen Beitrag zu leisten, sodass sich etwas ändern kann
  • fühlt sich bei Kritik schnell persönlich angegriffen
  • weiß weder um Eigenverantwortung noch um Selbstreflexion
  • manipuliert, um beim Gegenüber Schuldgefühle zu erzeugen
  • hat Angst vor Entscheidungen
  • ist permanent unzufrieden
  • erwartet, immer etwas zurückzubekommen (auch Dankbarkeit, Anerkennung)
  • stellt gern eigene Wünsche statt die anderer in den Vordergrund, um etwas zu bekommen
  • ist oft unsicher, weil wenig Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen vorhanden ist

Sich in die Opferhaltung zu begeben, ist immer eine Entscheidung, auch wenn sie unbewusst erfolgt. Menschen erhoffen sich dadurch Trost und Mitleid, was nichts anderes ist als Aufmerksamkeit. Tipps und Ratschläge wollen dann gar nicht erst gehört werden. Sich in solchen Momenten mit „Gleichgesinnten“ zu treffen, hilft vermeintlich mehr, als „den Stier bei den Hörnern zu packen“ und die persönliche Entscheidung zu treffen, das Thema anzugehen.

Abgrenzung hilft, sich selbst zu schützen

Auch wenn wir uns Menschen in Opferhaltung gegenüber sehen, so haben wir immer die Wahl: Wir können das Opferverhalten im Gegenüber ignorieren (und uns damit mehr Leichtigkeit ins Leben holen), uns erlauben, auf Distanz zu gehen oder auch ein Gespräch anzubieten. Wenn dein Gegenüber zum Dialog bereit ist, sei dir bewusst, dass es dafür einen angemessenen Rahmen braucht, der nicht aus negativen Gefühlen heraus entsteht. Mit Mitgefühl und Verständnis kannst du Prägungen aus der Vergangenheit nachgehen, denn das Fundament für das Einnehmen der Opferrolle wurde meist durch unangenehme Erfahrungen in der Kindheit gelegt. Begegne deinem Gegenüber immer vorwurfsfrei und zeige auf, ohne den belehrenden Zeigefinger zu heben, welches Potenzial darin liegt, die Opferhaltung abzulegen und das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen. Kleine aktive Schritte können motivieren, neue Erfahrungen zu machen, die die Opferrolle ablegen lassen. Unterstützung geht natürlich nur, wenn dein Gegenüber die Opferrolle auch loslassen will. Es gibt darüber hinaus auch Menschen, die sich in ihrem Rollenverhalten so schutzbedürftig fühlen, dass es weiterer Hilfe bedarf, um allein aus der Opferrolle herauszufinden.

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Persönlichkeit

So machst du Schluss mit negativen Glaubenssätzen

Du und ich, wir haben etwas gemeinsam. Glaubenssätze. Innere Überzeugungen, die unsere Einstellung zu uns und anderen, unser Verhalten und auch unsere Entscheidungen beeinflussen. Und mit uns beiden leben da draußen derzeit etwa 7,8 Milliarden Menschen auf der Welt, die ihre eigenen Annahmen über sich selbst mit sich herumtragen und damit unbewusst die Qualität ihres Lebens sabotieren. Zumindest, so lange diese Annahmen negativ geprägt sind. Und zumindest so lange, wie sie sie für die Wahrheit halten. Zwei Glaubenssätze, die sich in mir hin und wieder auftun, sind: „Ich bin nicht gut genug.“ und „Ich bin nicht wichtig.“ Oft bemerke ich das heute, wenn mir ein Gedanke bewusst wird, der mit „Ich muss…“ oder „Er soll…“ oder auch „Die dürfen doch nicht…“ beginnt. Wenn du anderen Menschen zuhörst, wird dir auffallen, dass diese ganz ähnlich ticken, reden und handeln. Immer auf der Grundlage ihrer Glaubenssätze. Immer auf der Grundlage ihrer eigenen Wahrheit. Doch was steckt eigentlich dahinter? Und vor allem, wie werden wir sie wieder los?

So entstehen Glaubenssätze

Glaubenssätze stecken ganz tief in uns. Sie haben einen Anker an Annahmen in uns geworfen, wie wie uns und die Welt sehen. Wir kommen noch ohne sie auf diese Erde, denn als Baby haben wir noch keine inneren Überzeugungen in uns verankert. Sie entstehen durch unsere Erfahrungen zuallererst im Elternhaus. Wenn wir hier als Kind viel Liebe und Fürsorge erfahren, nehmen wir uns als liebenswert und wichtig wahr. Im weiteren Verlauf machen wir neue Erfahrungen mit Geschwistern, Großeltern, Kita, Schule, Freunde, eben unserem jeweiligen sozialen Umfeld. Es heißt, wir seien der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen wir am meisten Zeit verbringen. Wenn wir hier Botschaften empfangen, dass mit uns etwas nicht in Ordnung sei, halten wir dies für wahr. Letztlich erzählen wir uns somit immer wieder eine Geschichte. Und je öfter wir uns diese Geschichte erzählen, umso mehr beeinflusst uns das, wie wir uns fühlen. Und umso mehr gräbt sie sich im Unterbewusstsein ein, und das will immer wieder Bestätigung. Somit ziehen wir immer wieder Situationen oder Menschen in unser Leben, die unsere Geschichte bestätigen. Wenn du beispielsweise der festen Überzeugung bist, dass du nicht gut genug bist, kann es passieren, dass die nächste Beförderung oder Gehaltserhöhung an dir vorbeigeht. Oder der Typ, mit dem du gerne ein zweites Date verbringen möchtest, dich plötzlich ignoriert. Dann kommen schnell Gedanken auf wie „Immer passiert das mir.“ oder „Die anderen sind einfach besser als ich.“. Unsere Geschichten werden also durch immer wieder neue Erfahrungen zu unserer Realität, jedoch gibt es einen Schlüssel zum Glück: Diese Realität ist nicht in Stein gemeißelt und kann geändert werden. Wie?

Weg mit Glaubenssätzen, die dir das Leben schwer machen

Jeder einzelne deiner Glaubenssätze ist ein Resultat deiner Erfahrungen, Denkgewohnheiten und deines Umfelds. Du kannst damit jeden dieser Glaubenssätze verändern oder auflösen. Dafür musst du sie zunächst einmal erkennen. Dich ihrer bewusst machen. Mein Tipp für dich: Mach’s sie dir bewusst in schwierigeren Zeiten. Wenn es mal wieder kracht in deinem Leben, du unzufrieden bist, dann sind da negative Gedanken im Spiel. Was denkst und glaubst du dann? Höre dir auch gerne mal selbst zu, wenn du mit anderen sprichst. Klopfst du gerne mal einen Spruch wie „Von nichts kommt nichts!“ oder „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“? Wenn du deine Glaubenssätze entlarvt hast, dann frag‘ dich: Ist das wirklich so? Wie wäre dein Leben ohne diesen Glaubenssatz? Schau‘ sie dir noch einmal an und vielleicht denkst du bereits an der einen oder anderen Stelle, was für einen Unsinn du in deinen Gedanken aufgetan hast. Das ist dann die einfachste Auflösung. Bei den fester sitzenden Glaubenssätzen darfst du dich auch gerne fragen, woher sie kommen. Vielleicht fällt dir direkt eine Situation aus deiner Kindheit ein? Eine Auseinandersetzung mit der besten Freundin? Das Motzen eines Lehrers? Gib den Glaubenssatz dorthin zurück, wo er herkommt. Einige verwenden gedanklich hierfür ein bisschen Glitzer, um es leichter, unbeschwerter zu machen. Wichtig ist zu erkennen, dass die Wahrheiten anderer nicht zu dir gehören. Du bist die einzige Person, die weiß, wer sie in Wahrheit ist. Entscheide dich dafür, genau diese Person zu sein! Und drehe den Glaubenssatz ins Positive um, wobei mir anfänglich noch ein Übergangssatz geholfen hat. So wird aus „Ich schaffe das nicht.“ zunächst „Ich schaffe das noch nicht.“ oder „Ich glaube in diesem Moment, dass ich das nicht schaffe.“ und schließlich „Ich schaffe das.“ Auch hier liegt der Erfolg wieder im Prozess des Ausprobierens. Wenn du also das nächste Mal in einem negativen Glaubenssatz gefangen bist, formuliere ihn ein wenig um. Und denk‘ immer daran, dass es ein momentaner Zustand ist und nicht immer so sein wird. Hilfreich ist das übrigens auch, wenn sich dein innerer Kritiker mit dir anlegt. Du hast es in der Hand. Traue dich, auch neue Erfahrungen zu machen. Neue Erfahrungen werden neue Glaubenssätze schaffen, die die negativen Glaubenssätze verändern bzw. sich durch positive Glaubenssätze ersetzen lassen. Daher steh‘ für dich selbst ein und übe ein wenig. Aus der Übung wird Routine, die Vertrauen schafft, und so kommt es zur Veränderung, die einen dauerhaften Wandel nach sich zieht.

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So hilft dir Selbstreflexion, dein Leben zu gestalten

Ich bin ein Kopfmensch, und darauf bin ich stolz. Mein Kopf hat mich schon viele Entscheidungen treffen lassen, die gut für mich waren. So hat mich meine „Denkmaschine“ beispielsweise davor bewahrt, mich beispielsweise auf unnötige (Frust-) Käufe, Energie saugende Jobs oder unpassende Partner einzulassen. Das Gegenteil habe ich natürlich auch erlebt. Aber irgendwie war – meist im Nachhinein – auch in weniger guten Entscheidungen etwas Positives zu finden. Gefühle waren bei allen Entscheidungen mit im Spiel. Sicherlich habe ich sie nicht immer bewusst wahrgenommen. Ich weiß – hallo „Denkmaschine“ -, dass sie da waren. Ich neige nämlich dazu, meine Entscheidungen und deren Auswirkungen zu analysieren. Mal mehr, mal weniger. Mal vorher, mal nachher. Doch so viel kann ich sagen: Reflexion ist immer dabei. Stimmen im Außen habe ich immer wieder gehört: „Du bist zu selbstkritisch.“, „Du denkst zu viel.“, „So viel Denken tut doch gar nicht gut.“. Ehrlich? Ich bin froh, diese Fähigkeit zur Selbstreflexion zu haben. Schließlich ist sie es, die mich im Leben immer wieder weiterbringt. Sie hat mich lernen lassen, wer ich bin und was ich will. Und daher bin ich ihr sehr dankbar.

Wachse durch Selbstreflexion

Für mich geht es genau darum im Leben: sich immer mal wieder zu hinterfragen, um seine persönlichen Ziele zu erreichen – und ins Handeln zu kommen. Schau‘ mal, wie Wikipedia Selbstreflexion definiert:

Selbstreflexion bezeichnet die Tätigkeit, über sich selbst nachzudenken. Das bedeutet, sein Denken, Fühlen und Handeln zu analysieren und zu hinterfragen mit dem Ziel, mehr über sich selbst herauszufinden.

Wenn du also nicht weißt, wer du bist, was deine Absichten, deine Stärken und Schwächen sind, wie weißt du dann, wie du dich und damit dein Leben verändern kann? Ich denke sogar noch einen Schritt weiter: Wenn du dich nicht veränderst, wie soll sich dann dein Umfeld – die kleine wie große Welt um dich herum – verändern? Denn für mich ist klar, dass, wenn ich mich selbst verändere, kann das auch mein Umfeld verändern. Veränderung ist hierbei nicht negativ besetzt, denn für den Menschen, der Gewohnheit mag, hat sie zunächst etwas Bedrohliches. In uns steckt die Sehnsucht nach Sicherheit und Beständigkeit. Allerdings begegnen wir insbesondere in den letzten zwei Jahren so viel Veränderung im Außen, sodass sich die Anforderungen an uns stetig wandeln. Wir befinden uns damit in einem fortwährenden Prozess des Lernens. Mal fällt es uns leicht, mal fällt es uns schwer, die Veränderungen und den eigenen Bedarf an Wandel überhaupt erst einmal zu erkennen, um anschließend in die Umsetzung zu gehen. Offenheit und Neugier sind wichtige Werte dabei, die ich immer wieder lebe. Aber auch Veränderungsbereitschaft zählt dazu, und nein, sie zählt nicht gerade zu meinen Stärken. Ich bin ja auch nur ein Mensch, dass sich an Gewohnheit klammert. Und genau dann hilft mir Selbstreflexion. Und ich mache das selten mit mir allein aus. Im Job tausche ich mich dazu mit Kolleg:innen aus, zuhause mit der Familie und mit Freund:innen. Ergänzend ziehe ich meinen Input auch aus Beobachtungen im Handeln der anderen sowie in deren Umgang mit mir. Solange ich hier konstruktives Feedback erhalte, habe ich die Möglichkeit, meine Reflexion zu vertiefen und damit meine Veränderungsbereitschaft zu erhöhen.

Frag‘ dich selbst einmal…

Es geht mir um mein eigenes Wachstum und und damit um einen leichteren Alltag mit der Möglichkeit, aus meinen Fehlern zu lernen oder auch auf meine Ziele im Leben hinzuarbeiten. Gelernt habe ich dadurch auch, wie ich besser mit Konflikten umgehe oder auch schnellere Entscheidungen zu treffen. Meinen inneren „Autopiloten“ kann ich damit schneller ausschalten, wenn ich weiß, was mich antreibt (oder auf die Palme bringt). Vielleicht helfen auch dir folgende Fragen, die du dir stellen kannst, um Veränderung anzuschieben:

  • Wo stehst du gerade und wo möchtest du hin?
  • Was ist dir wirklich wichtig?
  • Was steht Neues an?
  • Was fehlt dir im Leben und warum sorgst du nicht dafür, dass du es bekommst?
  • Was kannst du gut, was eher nicht?
  • Wer oder was kann dir helfen, die Veränderung umzusetzen?

Wenn wir uns mit uns selbst auseinandersetzen und im Austausch dazu mit anderen bleiben, wachsen wir ganz automatisch über uns hinaus, fachlich wie persönlich. Und damit schaffen wir es, Veränderung nicht nur als Herausforderung, sondern auch als große Chance zu begreifen.

Fun Fact: Wir reflektieren viel häufiger, als uns das tatsächlich bewusst ist. Doch frag‘ dich selbst, wie du das tust und worauf du dabei deine Wahrnehmung lenkst. Auf das Negative (halbleeres Glas Wasser) oder deine Ressourcen (halbvolles Glas Wasser)? Auf Probleme oder auf Lösungen?

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